GaultMillau Schweiz 2026

Urs Heller

978-3-9525649-4-3

 

www.gaultmillau.ch

GaultMillau Schweiz 2026

Jérémy Desbraux vom Maison Wenger wird von Gault Millau zum «Koch des Jahres 2026» ernannt. Grosse Küche im kleinen Dorf Le Noirmont. 13 Köche am Herd, 18 Punkte im Guide.

13 Köche arbeiten für Jérémy Desbraux und Anaëlle Roze in der «Maison Wenger», gleich beim Bahnhof. Chefredaktor Urs Heller lobt: «Chef Jérémy macht einen Superjob. Er vertraut Produzenten aus der Region. Er hat sein Restaurant und Hotel diesen Winter liebevoll umgebaut. Er strebt nach Perfektion.» Kein Zufall: Der Chef hat jahrelang für Franck Giovannini im Hôtel de Ville in Crissier VD gearbeitet.

7 x 19 Punkte: Die Stars an der Spitze!

Der «Club des 19» ist letztes Jahr grösser geworden: Marco Campanella holte sich im Eden Roc Ascona als jüngster Chef die Höchstnote. Er ist neu auch in seiner Winterresidenz Tschuggen Grand Hotel Arosa mit 19 Punkten gelistet. Die sechs anderen kochen schon länger an der Spitze: Tanja Grandits (Basel), Peter Knogl (Basel), Franck Giovannini (Crissier VD), Andreas Caminada (Fürstenau GR), Philippe Chevrier (Satigny GE) und Heiko Nieder (Zürich). Urs Heller betont: «Ich habe alle 19-Punkte-Chefs auch dieses Jahr besucht und war begeistert. Sie sind auch hervorragende Ausbildner, fluten das Land regelmässig mit neuen Talenten.»

 

«Aufsteiger des Jahres»: Brändli, Koolen, Bedouet & Moresco

Gleich drei Chefs können sich über die Traumnote 18 freuen: Im «7132 Silver» tritt Marcel Koolen aus dem Schatten seiner berühmten Vorgänger. Im Ecco Ascona punktet Reto Brändli nach seiner Rückkehr aus Berlin auf Anhieb hoch. Armel Bedouet (L’Aparté Genf) ist der Aufsteiger in der Romandie. Senkrechtstarter in Zürich ist Dario Moresco; 17 Punkte für seine atemberaubende, moderne italienische Küche. Ein Aufsteiger in der Branche ist auch der St. Galler Cyril Bettschen. Er ist im Bareiss Baiersbronn operativer Leiter und kocht im Schwarzwald zusammen mit seinem berühmten Mentor Claus-Peter Lumpp.

 

Der Gault Millau will Entdecker sein, fahndet nach neuen Talenten im Land. Unsere Newcomer diesmal: Valentin Sträuli vom Igniv Andermatt. Sascha Spring vom Seepark Thun. Monika Huber vom Schlössli Bottighofen TG. Kira Ghidoni von der Osteria Bisnona Contone TI. PP Clément vom Au Chasseur Fribourg. Fünf junge Chefs, die begeistern. Dass es gleich zwei Frauen auf diese Liste schaffen, ist kein Zufall: Female Chefs setzen sich durch, auffallend viele Köchinnen sind im Guide 2026 erstmals gelistet.

 

Drei starke Frauen räumen auch drei Sonderpreise ab. Stephanie Mittler ist Souschefin bei Silvio Germann im Mammertsberg in Freidorf TG und zuständig für begeisternde Desserts und Friandises: «Patissier des Jahres»! Die junge Französin Charline Pichon wacht in Crissier VD über einen der grössten Weinkeller der Schweiz (40 000 Flaschen!): «Sommelier des Jahres». Evelyn Igl ist Heiko Nieders Frau an der Front, leitet im Dolder Grand Zürich souverän den Service und ist GaultMillaus «Gastgeber des Jahres». Ihre Brigade: zu 100 Prozent weiblich.

Zwölf Chefs sind den Testern ebenfalls besonders aufgefallen und haben neu ein 17-Punkte-Rating: die drei Zürcher Hotelköche Dario Moresco im Orsini («Aufsteiger des Jahres»), Marco Ortolani im La Réserve und der Japaner Atsushi Hiraoka im Dolder Grand. James Baron in der Säumerei am Inn in La Punt Chamues-ch GR. Flavio Fermi im Ackermannshof Basel. Marc-Joshua Engel im Aux Trois Amis in Schernelz BE. Tino Zimmermann in der Stiva Veglia in Schnaus GR. André Kneubühler in The Omnia Zermatt. Die Chedi-Twins Dominik Sato und Fabio Toffolon, die in ihrer Filiale Japanese at Gütsch auf dem Berg zulegen. Die neuen 17-Punkte-Adressen in der Romandie: La Micheline in Genf, Hotel des Horlogers in Le Brassus VD, Gerber Wyss in Yverdon-les-Bains VD.

Zwei Auszeichnungstafeln hat der GaultMillau bereits vor ein paar Wochen vergeben: Das Badrutt’s Palace in St. Moritz ist «Hotel des Jahres», das Olympia in Bern «Pop des Jahres».